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FLOW - oder - Jordis, hörst du Musik beim Schreiben?

"Hörst du Musik beim Schreiben?" - Das ist einer der Fragen, die mir oft gestellt wird. Die Antwort lautet: Ja! Fast immer. Und das hat einen Grund: Ich möchte beim Schreiben in einen Flow-Zustand fallen.

 

Flow? Was ist das?

 

Nichts Schlimmes - im Gegenteil, es ist etwas Wundervolles. Du hast es bestimmt schon selbst erlebt: Wenn du etwas tust, das dich total absorbiert, so sehr, dass du alles um dich herum vergisst -- wenn du hochkonzentriert bist, aber das, was du tust, ohne jede geistige Anstrengung ist -- wenn du weder unter- noch überfordert bis, sondern alles genau richtig ist -- wenn du ganz bei deinem Tun bist, wenn nichts anderes mehr wichtig ist (nicht mal Schokolade) - dann bist du in einem Flow-Zustand.

 

Es ist ein Tätigkeitsrausch - und das fühlt sich großartig an.

 

Im Flow fühlst du eine beständige sanfte, positive Aufregung - es ist ein Gefühl glasklaren Glücks. Die Geschichte fließt aus dir heraus, ohne jede Anstrengung, gerade so schnell, wie du noch tippen kannst. Nichts ist mehr wichtig, außer dem Tun, dem Schreiben. Du selbst bist jenseits von Raum und Zeit, völlig in der Geschichte, bei dir selbst, bei den Figuren. Es ist Glücksseeligkeit pur und einer der Gründe, warum ich Schreibe - ich wusste schon sehr früh, dass sich dieses Glücksgefühl eim Schreiben einstellt, lange bevor ich erfuhr, dass es einen wissenschaftlichen Ausdruck für dieses Phänomen gibt: Flow (englisch für "im Fluss", "herausströmen")

 

 

Nur ist es aber gar nicht so leicht auf Kommando in diesem Zustand zu fallen.

 

Wichtig ist, dass es keine Ablenkungen gibt. Deshalb schreibe ich am liebsten wenn der Raum fast dunkel ist. Dafür habe ich gelernt blind zu tippen, ich muss die Tastatur nicht sehen beim Schreiben. Und damit es auch keine akustischen Ablenkungen gibt, höre ich Musik.

 

Jetzt sind wir wieder bei der Frage von oben. Warum ich Musik höre, wisst ihr jetzt, was ich höre sind hauptsächlich Soundtracks, denn es stört mich, wenn jemand singt, wenn ich schreibe. Ich liebe z.B. die Soundtracks von "Inception", von "The Last Samurai" und von "Enders Game". Ich kann dann ein und denselben Soundtrack - manchmal ein und dasselbe Lied - in einer Endlossschleife rauf und runterhören.

 

So ist das mit mir und der Musik :) Kennt ihr das Flow-Gefühl? Erlebt ihr das auch? Ich würde zu gerne darüber erfahren!

 

Wenn du mehr über das Thema Flow wissen willst - das ist nämlich super faszinierend - kannst du bei Wiki schauen oder du kaufst dir ein grandioses Buch, nämlich "FLOW" von Mihaly Csiskscentmihhalyi.

 

Habt ein wunderbares Wochenende!

Eure Jordis.

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Kommentare: 3
  • #1

    Silke (Samstag, 27 September 2014 12:50)

    Huhu liebe Jordis!
    Ja, ich kenne das Gefühl, in einen Flow zu fallen sehr gut - ebenfalls beim Schreiben, aber auch, wenn ich zum Square Dance gehe.
    Beim Schreiben mag ich es nicht immer ruhig. Ich schreibe auch gerne mal im Cafe oder sogar auf Cons und Messen. Wenn die Luft vor Energie und Kreativität nur so kribbelt, gibt mir das einen richtigen Schub.
    Gerne höre ich dabei Musik, ich schreibe ja schließlich über Musiker! Immer passend zum Manuskript. :-)
    So, das war's!
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende, Silke

  • #2

    Jordis Lank (Samstag, 27 September 2014 12:58)

    Huhu liebe Silke!

    Stimmt, auf Workshops da erlebe ich das auch, das Knistern der Kreativität in der Luft - das ist toll! Und beim Square Dance - Klasse! :)

    Musik passend zum Manuskript zu wählen, finde ich super. Ist bei mir auch ein wenig so, es muss zur Stimmung passen. Und wenn dein Manuskript über Musiker ist - dann erst recht! :D

    Liebe Grüße und ein flowiges Wochenende!
    Jordis.

  • #3

    Jordis Lank (Samstag, 27 September 2014 14:23)

    Da die Frage bei Facebook kam: Also der Wasserfall, der ist der Dynjandi, er ist im Nordwesten Islands und wunderschön! Eigentlich ist er auch viel größer, ich hab hier nur die oberste Ecke genommen :)

    Liebe Grüße,
    Jordis.