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Ronans Langschwert

Ronans Schwert findet du nicht nur auf dem Cover der Raukland-Trilogie: Das Schwert gibt es wirklich! Es ist einem historischen Original nachempfunden und kann im Deutschen Klingenmuseum in Solingen bewundert werden. Lutz Hoffmeister, Fotograf des Klingenmuseums, hat es fotografiert. Ist es nicht wunderschön?

"Ronans Langschwert". Fotograf: Lutz Hoffmeister, Klingenmuseum Solingen
"Ronans Langschwert". Fotograf: Lutz Hoffmeister, Klingenmuseum Solingen

Das erste Mal ein Langschwert in der Hand zu halten, welches exakt einem historischen Original nachempfunden ist, ist unvergesslich. Die Schwerter, mit denen die Historischen Fechter heute trainieren, sind Repliken (und im Training stumpf), aber ich durfte auch einige scharfe Exemplare in die Hand nehmen.

 

Ein Langschwert wird beidhändig geführt, das heißt, es muss Schild und Waffe zugleich sein. So ein Schwert - das mir immerhin bis zum Brustbein geht - hat bei weitem nicht so viel Gewicht wie gemeinhin angenommen wird: Zwischen 1,20 - 1,40 cm lang (Ronans Schwert hat 129,7 cm), wog es üblicherweise zwischen 1300 und 1700 Gramm. 

 

Aber selbst dieses Gewicht darf man sich nicht als etwas vorstellen, dass einem wie eine Eisenstange an den Armen reißt. Die Kunstfertigkeit der Schmiede war so enorm, dass ein Schwert exakt ausbalanciert war. Ein Schwert wurde dafür gemacht, dass der, der es hält, ihm sein Leben anvertraut. Ein solche perfekt gearbeitete Waffe das erste Mal in der Hand zu halten, ist ein unbeschreibliches Gefühl. In diesem Moment versteht man mit einem Schlag all die Faszination, die ein Schwert ausmacht - damals und auch heute.

Auf dem Cover von Raukland Sohn ist "Ronans Schwert" natürlich auch zu sehen. Dieses Schwert sieht genau so aus, wie ein Schwert damals neu ausgesehen hat und ist vom schwedischen Schwertschmied Peter Johnsson exakt so geschmiedet worden, wie das Original im Mittelalter damals aussah. Wenn ihr Schwerter in Museen zu Gesicht bekommt, dann sind das meist Relikte aus einer vergangen Zeit, die düster, schartig und halb verrostet aussehen. Das Langschwert auf dem Cover sieht jedoch so aus, wie Schwerter ausgesehen haben, als sie noch benutzt wurden. Solch ein Schwert zu sehen, in seiner ganzen schlichten Schönheit, davon geht - jedenfalls für mich - eine ganz besondere Faszination aus. Wenn du mal die Gelegenheit hat, ein solches Schwert anzusehen oder sogar in die Hand zu nehmen – unbedingt tun!

 

 

Mehr über Ronans Fechtkunst:

 

>> Historisches Fechten - wie damals wirklich gefochten wurde